Gemäldeausstellung mit Werken von
Fritz Laible
Rudi Nowak,
Emil Fritz,
Erwin Zimmer,
Karl Heinrich Wilhelm Stockmeyer,
Theodor Schindler
Werner Koch
Leo Weber
ab 2026 in der K15 Galerie, Wohnstuben
Fritz Laible
1931 - 2016
Fritz Laible hat seinen Heimatort innig geliebt. Hätte er sonst so viele Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen gemalt? Sein Lebenslauf, sein Wirken und Schaffen sind auf der Webseite www.fritz-laible.de umfangreich dargestellt. Viele historische Einblicke in das alte Malsch sind von Frau Dr. Regina Katt in Fritz Laible - Bilder einer Heimat festgehalten. Der Verein K15 ist überglücklich so viele Gemälde von Fritz Laible ausstellen zu können. Ein herzliches Dankeschön den vielen Spendern.
Rudi Nowak - Runo
1922 - 1992
Rudi Nowak ist jedem älteren Malscher bekannt. 24 Jahre lang hielten sie wöchentlich ein kleines Werk Nowaks in Händen. Das Titelblatt des Gemeindeanzeigers von 1964 bis 1988 wurde von im gestaltet.
Rudi Nowak wurde 1922 in Beuthen/Oberschlesien geboren. Er studierte Flugzeug- und Motorenbau in Gotha, Berlin und München. Nach Kriegsende widmete er sich der Malerei und Graphik und lebte in der Schwabinger Künstlerwelt. Er machte sich einen Namen in der Gestaltung von Gaststätten und Bars bis er 1958 nach Karlsruhe kam.
Als er 1992 in Rastatt starb umfasste sein Wirken 800 Gemälde in den unterschiedlichsten Techniken und Stilrichtungen und Dutzende von angemeldeten Patenten. Das bekannte Werk der Bilderfolge von vier Gemälden "die betrogene Gesellschaft" sind im Haus der Geschichte in Stuttgart untergebracht. Ein Großteil seines Erbes sind im LWL-Industriemuseum in Dortmund zu besichtigen.
In der K15-Sammlung ist eine Collage Nowaks zu besichtigen.
Emil Fritz
1918 - 1978
Als Sohn eines Malscher Bäckers mit einem schönen Café mitten im Dorf war ihm eigentlich vorgegeben, das Bäckerhandwerk zu erlernen. Doch schon als junger Schüler wurde er sich im Hof des Café künstlerisch täig und malte und gestaltete eine Grotte. Nach der Internatszeit in Sasbach besuchte er die Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe. Sein Lehrer Werner Koch, Schwiegersohn des wohl bekanntesten Malscher Künstlers, förderte ihn. Er war auch bei Kursen von Karl Hubbuch eingeschrieben. Die Werke von Emil Fritz waren zu Beginn lebendig und farbenfroh bis rein impressionistisch. Umgeben eines ruhigen Lebens nahm ihn die Malerei voll in Besitz, er fand seinen eigenen Stil.
Erwin Zimmer
Der Malscher Erwin Zimmer führt in allen seinen Werken durch Malsch und Umgebung. Oft trifft man auf schwarz weiße großformatige Tuschezeichnungen auf gelblichem oder blauem Grund. Vier solcher großen Zeichnungen sind in der K15 Galerie vorhanden und können jedoch aus Platzgründen derzeit nicht ausgestellt werden. Kleinformatige Malscher Ansichten hängen in der Galerie.
Karl Heinrich Wilhelm Stockmeyer
1858 - 1930
Geboren in Rio de Janeiro. Der Vater Christian war Bremer Generalkonsul in Rio de Janeiro. Nach Rückkehr nach Deutschland zog die Familie in eine große Villa in Karlsruhe. 1887 zog Karl Heinrich Wilhelm mit seiner Familie von Karlsruhe nach Malsch. Er erbaute das Steinhaus und die "Kapelle", das er als Atelier nutzte und später Ruhesitz seines Sohnes Ernst August Karl war.
In der Kapelle des Waldhauses in Malsch veranstaltete Stockmeyer in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts zahlreiche Verkaufsausstellungen, an denen auch Werke von Johanne und Karlmann Stockmeyer, Bildhauer, angeboten wurden. Im eingerichteten Malerinnenheim wurden Frauen Malkurse und Erholung im Schwarzwald angeboten. Die Pension führte seine Frau. Die gesamte Familie Stockmeyer war künstlerisch begabt. Die Tochter Waltraut Schöpflin-Stockmeyer war eine bekannte Sofranistin und begründete mit Ihrem zweiten Ehemann Döbelin den ersten Demeterbetrieb in Norwegen, sein Sohn Karl (1886 - 1963) war Wegbegleiter Rudolf Steiners und gründete in Stuttgart die erste Waldorfschule und nach Kriegsende in Freiburg eine weitere Schule.
Ein wunderbar mystisches Kabinettgemälde eines jungen Mädchens ist in der Galerie K15 ausgestellt
Die Stockmeyer-Gebäude, die in den dreißiger Jahren von der Familie Bollig gekauft wurden, werden 2026 auf der Webseite www.Gebäude-mit-Geschichte.de näher beschrieben.
Fotos: alle K15
Theodor Schindler
1870 - 1950
Ein Malscher Künstler zwischen Tradition und Moderne
Theodor Schindlers Leben ist seit 2025, der großen Ausstellung anlässlich des 75. Todestages, auf einer eigenen Webseite, ausführlich aufgezeigt. Die K15 Galerie besitzt zwei kleine Werke Schindlers.
Werner Koch
1904-1961
Werner Koch studierte bei Karl Hubbuch an der Landeskunstschule Karlsruhe und war anschließend in verschiedenen Schulen in Nordbaden als Zeichenlehrer tätig. Er war mit der Tochter des Kunstmalers Theodor Schindler, Klara, verheiratet und bewohnte das ehemalige Schindlerhaus in Malsch. Die Gemälde wurden 2024 dem Verein gespendet.
Die Gemälde waren bereits im Herbst 2024 im KOHI Karlsruhe als Leihgabe ausgestellt
Fotos: alle K15
Leo Weber
Ausstellungen 2027
Ausgedient! ...Vom Aussterben der Alltagsdinge
Was gestern noch selbstverständlich war, ist heute oft schon vergessen.
Mit der Kabinettausstellung „Ausgedient…“ lädt das K15 Alte Schmiede Museum Malsch e.V. im Jahr 2027 zu einer ebenso unterhaltsamen wie nostalgischen Zeitreise ein. Die Besucherinnen und Besucher entdecken Dinge, die einst zum täglichen Leben gehörten und heute fast vollständig aus unserem Alltag verschwunden sind.
Manche Gegenstände wurden durch den technischen Fortschritt ersetzt, andere verschwanden mit veränderten Lebensgewohnheiten oder fristen heute nur noch ein Dasein als Sammlerstück. Doch hinter jedem dieser scheinbar unscheinbaren Objekte verbirgt sich eine Geschichte – und oft auch eine Erinnerung.
Wer erinnert sich noch an die bunten Prilblumen, mit denen Küchenfenster und Fliesen dekoriert wurden? An den unvermeidlichen Löffel Lebertran, Nylon- oder Perlonstrümßfe, den Nachttopf, die praktische Kittelschürze oder den grauen Papierführerschein, der stolz nach bestandener Fahrprüfung in Empfang genommen wurde? Viele dieser Gegenstände waren über Jahrzehnte treue Begleiter des Alltags und lösen bis heute ein Schmunzeln oder lebhafte Erinnerungen aus. Oder hat schon eimal vom Abtrittanbieter gehört?
Die Ausstellung zeigt Fundstücke und Alltagshelden – manchmal kurios, oft erstaunlich praktisch, gelegentlich skurril, aber immer voller Geschichte und Emotionen. Sie erzählt vom Leben vergangener Jahrzehnte und macht sichtbar, wie rasant sich unser Alltag verändert hat.
Besonders spannend wird die Ausstellung durch zahlreiche Mitmachstationen. Hier dürfen Besucherinnen und Besucher nicht nur schauen, sondern selbst ausprobieren: Auf einer historischen Schreibmaschine einen Brief tippen, mit einer Kaffeemühle Bohnen mahlen oder mit einem Wählscheibentelefon telefonieren. So werden Erinnerungen lebendig – und jüngere Gäste können erleben, wie der Alltag funktionierte, lange bevor Smartphone, Internet oder Kaffeekapseln Einzug hielten.
„Ausgedient“ ist eine Ausstellung für Jung und Alt, für Menschen, die ihre eigene Vergangenheit wiederentdecken möchten, und für alle, die neugierig darauf sind, wie das Leben früher einmal war. Sie lädt zum Staunen, Schmunzeln, Erinnern und Erzählen ein – denn oft sind es gerade die kleinen Dinge des Alltags, die die schönsten Geschichten schreiben.

Im Jahr 2027 widmet sich K15 Alte Schmiede Museum Malsch e.V. einem außergewöhnlichen Kapitel der Malscher Ortsgeschichte. Eine Kabinettausstellung mit begleitender Vortragsreihe beleuchtet die faszinierenden Zusammenhänge zwischen dem Modellbau von Malsch, der Franz-von-Assisi-Loge, der anthroposophisch geprägten Familie Stockmeyer, dem Waldhaus Bollig sowie der Entwicklung bis zur heutigen Waldhausschule Malsch. Ergänzt wird das Programm durch einen Blick auf die Anfänge des ökologischen bzw. biologisch-dynamischen Land-baus, der eng mit diesem historischen Umfeld verbunden ist und der Beziehung der Familie Stockmeyer zu Rudolf Steiner. Von Malsch aus wurde die Demeterbewegung in Norwegen begründet.
Die Ausstellung zeigt, wie aus den Ideen und dem Wirken einzelner Menschen ein kulturelles und pädagogisches Erbe entstand, das weit über Malsch hinaus Bedeutung erlangte. Originaldokumente, Fotografien und Zeitzeugnisse machen diese spannende Geschichte lebendig und laden dazu ein, ein wenig bekanntes, aber bemerkenswertes Stück Malscher Geschichte neu zu entdecken.